Tipps zur waschbärsicheren Vogelfütterung

Leider machen sich nicht nur Meisen, Rotkehlchen und andere Gartenvögel über die angebotenen Köstlichkeiten her, sondern zunehmend auch Waschbären. Dabei richten sie oft immensen Schaden an, denn sie geben sich nicht damit zufrieden, Meisenknödel und Sonnenblumenkerne zu verspeisen, sondern werfen Vogelhäuschen um, reissen aufgehängte Futtersilos von den Bäumen und hinterlassen ein Feld der Verwüstung am Futterplatz. Einige Vogelfreunde haben bereits frustriert die Winterfütterung eingestellt.

Waschbärsicherer Futterplatz
Waschbärsicherer Futterplatz

 

 

 

Doch das muss nicht sein! Mit ein bisschen Kreativität und handwerklichem Geschick ist eine „waschbärsichere“ Fütterung möglich. Dabei sollte folgendes beachtet werden:

 

  • Keine Futterhäuschen, Silos oder Meisenknödel in Bäume & Sträucher hängen, sondern ausschliesslich auf freistehenden Pfosten von min. 150cm Höhe anbringen.
  • Sehr bewährt hat sich eine Einschlagbodenhülse mit einem 7cm Kantholzpfosten. Über diesen Holzpfosten stülpt man ein 10cm-Regenfallrohr, das es preiswert in jedem Baumarkt zu kaufen gibt. Dabei ist es nebensächlich, ob dieses Regenfallrohr aus Kunststoff oder Metall ist. Ganz wichtig ist aber, dass das Rohr aus einem Stück ist und keine Schellen, Schrauben oder ähnliches angebracht werden, an denen sich Waschbären hochziehen könnten.
  • Auf diesen Pfosten kann ein handelsübliches Futterhaus montiert werden. Mithilfe von einigen horizontal aufgeschraubten Leisten entsteht eine Art „Spinne“, an die man Meisenknödel, Futtersilos und viele Köstlichkeiten mehr hängen kann. Auch ein auf dem Pfosten liegend angebrachtes (und ausreichend gesichertes!) Wagenrad eignet sich sehr gut und erfreut zudem das Auge des Gartenbesitzers.
  • Die Entfernung zwischen der Futterstelle und dem nächsten Baum / kräftigen Strauch sollte min. 1.5m betragen, damit kein Waschbär herüberspringen kann.

 

 

 

 

 

 

Kernbeisser am Futterhaus
Kernbeisser am Futterhaus

 

 

  • Alternativ zu einer waschbärsicheren Futterstelle können sie Vogelfutter auch nur bei Tageslicht anbieten. Vögel sind nachts nicht auf Futtersuche, der Waschbär dagegen ist dämmerungs- und nachtaktiv. Das Futter sollte erst in den Garten gebracht werden, wenn es richtig hell ist - jetzt im Winter nicht vor 8 Uhr morgens - und vor Einbruch der Dämmerung wieder entfernt. Nachts sollte es in einem waschbärsicheren Schuppen oder im Haus aufbewahrt werden.
  • Eine weitere Möglichkeit ist es, ein nur wenige mm dickes Drahtseil (im Gartenfachhandel als Rankhilfe erhältlich) sehr straff zwischen zwei Pfählen, zwischen Hausecke und Carport o.ä. zu spannen, um daran Meisenknödel, Futtersilos und ähnliches aufzuhängen. Schon an einem 1cm dicken Seil können Waschbären sich entlanghangeln. Bei dieser Konstruktion muss unbedingt darauf geachtet werden, dass das Seil in min. 2m Höhe angebracht wird, damit sich keine Menschen daran verletzten.
  • Singvögel bevorzugen Futterstellen, in deren nährerer Umgebung (ca. 2-10m entfernt) Gehölze Sitzmöglichkeiten bieten. Oft sitzen sie auf deren Zweigen, sondieren die Lage und erst wenn die Futterstelle als sicher angesehen wird, lassen sie es sich dort schmecken.

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