Genuss für alle Sinne

Rosmarin, Bohnenkraut und Dill

Im Mai erwacht die Natur zur vollen Blüte und wir erwachen mit.
Und wer es noch nicht kennt, dieses Gefühl, diese Lust, es wachsen zu sehen und zu pflücken, der sollte versucht sein, es zu probieren. Was verfeinert selbst zubereitete Speisen besser, als ein Gewürz aus heimischem Anbau. Es muss ja nicht immer nur Petersilie sein. Liebstöckel, auch Maggikraut genannt, da gibt schon der Name die Geschmacksrichtung vor. Vielseitig einsetzbar sind Kresse, Rosmarin,
Salbei,Thymian, Bohnenkraut und Dill. Sie eignen sich hervorragend zur Verfeinerung von Kartoffelbrei, Kräuterbutter, Kräuterquark und Salaten. Die Auswahl des Kräutleins und/ oder deren
Kombination bleibt dabei jedem selbst überlassen. Zitronenmelisse, Pfefferminze und Majoran, die ebenfalls dazugehören, sind schon in der Aprilausgabe erwähnt worden. Der Genuss beginnt beim
Ernten der Blätter. Sie umschmeicheln die Nase und heben die Vorfreude auf die Verfeinerung der Speise.
Aber die Kräuter sind auch vorausschauend einsetzbar. Alle Kräuter können für den Wintervorrat getrocknet oder eingefroren werden. Thymian und Salbei eignen sich gut zur Vorbeugung und
Linderung von Erkältungskrankheiten. Rosmarin ist ein wahrer Muntermacher und ist kreislaufanregend.

Alle Kräuter sind recht anspruchslos, allerdings bevorzugen sie einen sonnigen Standort. Winterhart sind Thymian, Majoran, Salbei, Liebstöckel, Pfefferminze und Zitronenmelisse. Rosmarin
überwintert im Garten eher nicht, es sei denn, er bleibt im Topf und kommt ins Winterquartier.
Und noch ein Wort zum Dill: anders als bei fast allen anderen Aussaaten, wird Dill nicht in Reihen gesät, sondern einfach locker ausgestreut. Das ist ihm am liebsten. Er liebt die Nachbarschaft der
Pflanzenvielfalt.

Und wie immer gilt: Wer keinen Platz findet oder erst einen Probelauf machen will, vieles geht auch in Blumentopf-und kasten.

 

johannes kraeuterstrauss
© m.grossmann, pixelio.de